Dienstag, 23. Juni 2009

Die Frau mit den Regenhänden


Wolfram Fleischhauer
*1961

Die Vorbereitungen zur Weltausstellung im Frühjahr 1867 in Paris laufen auf Hochtouren. Da wird die Leiche eines acht Monate alten Jungen aus der Seine geborgen. Der Täter scheint schnell ausgemacht: Die Mutter soll ihr eigenes Kind umgebracht haben. Sie streitet die Tat ab und behauptet, ihren Sohn mit starkem Fieber ins Krankenhaus Lariboisière gebracht zu haben. Doch dort weiß niemand von dem Kind.
Der Pflichtverteidiger ist von der Schuld der Mutter überzeugt, bei seinen Nachforschune stößt er jedoch auf Umgereimtheiten. Plötzlich interessieren sich mächtige Regierungskreise für diesen scheinbar alltäglichen Fall. Entlastendes Material wird unterschlagen, Zeugen verschwinden. Vor dem Hintergrund der Weltausstellung im Zweiten Kaiserreich beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit......

Paris, im März 1992....
...welches Geheimnis umgibt jene junge Frau, die in einer Pariser Bibliothek einen vergessenen Fall aus dem 19. Jahrhundert erforscht? Bruno beobachtet Gaetane verstohlen, möchte sie kennenlernen, verliebt sich in sie. Zögerlich läßt sie ihn am ihrer Geschichte teilhaben.....

Eine abenteuerliche, historische Kriminalgeschichte und eine überaus dramatische und brisante Liebesgeschichte im brodelnden Paris unserer Tage.

"Worüber man nicht sprechen kann, davon muß man erzählen"
Wolfram Fleischhauer

Sophie dazu: Sehr spannend geschrieben, sowohl in der Gegenwart, als auch natürlich in den entsprechenden Rückblenden. Bis kurz vor Schluß ist allerdings nicht ganz klar, worum es eigentlich geht. Die Auflösung ist erschütternd, stellt sie doch eine gesellschaftliche Fehlleistung dar, die sich bis heute nicht geändert hat. Unbedingt lesen, allein schon aus moralischen Gründen.

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