Donnerstag, 25. Juni 2009

Die Liebenden von Algier

Anouar Benmalek
*1956

1941 geht die junge Zirkusartistin Anna mit ihrer Wandertruppe ins Exil. Als Anna alleine in der Bucht von Algier zurückbleiben muss, zeigt ihr der Algerier Nasreddin, wie man am Rande der Hauptstadt überleben kann. Nesreddin ist von der Europäerin fasziniert und bald werden die Schweitzer Zirkusartistin und der Hirte ein unzertrennliches Liebespaar, das gegen die Verachtung der Einheimischen und der französichen Besatzer zu kämpfen hat. Nach fünf glücklichen Jahren auf Madagaskar, wo Anna und Nasreddin mit ihren Zwillingen leben, zieht es Nasreddin nach Algerien zurück. Noch immer ist das Land vom Terror bedroht, doch Nasdreddin möchte Anna in seiner Heimat endlich heiraten. An ihrem Hochzeitstag geraten die frisch Vermählten in eine Straßensperre französischer Soldaten und werden gewaltsam voneinander getrennt. Erst vierzig Jahre später ist Anna bereit, noch einmal in eine Welt einzutauchen, die sie verloren glaubte.....

"Benmelak steht in der Nachfolge von Camus"
Neue Zürcher Zeitung

Sophie dazu: Ein Kapitel aus den düsteren politischen Zeiten in einem totalitären System.
Auch ein Mahnmal, wie man nicht mit Menschen umgehen darf. Und natürlich eine wunderbare Liebesgeschichte.

Out of Africa


Karen Blixen
1885 - 1962

" When I was a young girl, it was very far from my thoughts to go to Africa, nor did I dream then that an African Farm should be the place in which I should be perfectly happy."
Karen Blixen

Karen Blixen went to Kenya in 1914 to run a coffee-farm; its failure in 1931 caused her to return to Denmark where she wrote this classic account of her experiences. Out of Africa is a celebration of her life there; her friendship with the various peoples of the area and her sympathetic response to the landscape and animals are drawn warmth and unusual clarity. Although the book is pervaded by her sense of loss, Karen Blixen looks back eith an unsentimental intelligence to portray a way of life that is now gone forever.

" A work of sincere power .... a fine lyrical study of life in East Africa"
Harold Nicolson, Daily Telegraph

"Out of Africa ia an authentic pastoral, perhaps the best prose pastoral of our time"
Robert Langbaum

Puppen lügen nicht

Martina Bick
*1956

Kommissarin Marie Maas geht eigene Wege: Als die Hamburger Boutiquebesitzerin Leila ermordet im Schaufenster gefunden wird, hat die Polizei sofort einen Verdacht: Leilas Freund und Komplize, der Bankbetrüger Wilfried Tenzer, ist gerade aus der Haft entlassen worden. Marie Maas jedoch ist anderer Meinung als ihre Kollegen. Ein Betrüger ist noch lang kein Mörder.

Doch dann wird eine zweite Hamburgerin getötet....

Menschen im Hotel

Vicki Baum
1888 - 1960

Verzweiflung und Glückseligkeit wohnen Wand an Wand in luxeriösen Zimmern und Appartments des "Grand Hotels". Vicki Baum schildert, was zwischen Ankunft und Abreise hinter Doppeltüren erlebt, geträumt und gelitten, was im Tearoom getanzt, im Konferenzzimmer verhandelt, in der Hotelbar getrunken, in der Halle des großen ausgerufen oder geflüstert wird. Sie schreibt aus der Sicht des Empfangschefs und der des Liftboys; sieht sie Welt mit den Augen des Abenteurers und Gentleman-Einbrechers und durch den Kneifer des todkranken Buchhalters; aus der Perspektive des im "Grand Hotel" abgestiegenen sächsischen Textilfabrikanten, mit dem starren, einäugigen Blick des rauschgiftsüchtigen Arztes und durch die Tränen der alternden Primaballerina. Totschlag auf Zimmer Nr. 71, Liebesidyll auf Nr. 70: Wand an Wand wohnen Verzweiflung und Glückseligkeit im "Grand Hotel"...

Das Geheimnis der Schwestern

Elizabeth von Arnim
1866 - 1941

Originaltitel: Expiation

Als das Testament geöffnet wird, bricht eine Katastrophe los! Die schöne junge Milly wurde wegen Ehebruchs von ihrem Mann enterbt. Panisch - doch unter Beachtung aller Konventionen - sucht die Familie den männlichen Übeltäter in den eigenen Reihen, verstrickt sich in zahllose Irrungen und Wirrungen, kann aber das Geheimnis nicht entdecken......

Der Duft des Todes

Lin Anderson

Originaltitel: Driftnet

Jeder Tod hat einen eigenen Geruch, und verrät Einzelheiten über die Art des Sterbens. Als die Gerichtsmedizinerin Rhona MacLeod in dieser Nacht das kleine, schmutzige Glasgower Apartment betritt, um erste Spuren zu sichern, nimmt sie vor allem den Hauch des teuren Männerparfüms wahr. Ein Parfüm, dass sich der magere Junge, der dort verstümmelt und erwürgt auf dem Boden liegt, kaum leisten konnte. Und noch etwas fällt Rhona sofort auf: Die Haarfarbe nd die Gesichtszüge des etwa 16-jährigen Jungen haben eine gerade bestürzende Ähnlichkeit mit ihr. Quälend drängt sich Rhona der Gedanke auf, dass dieses unbekannt Opfer ihr Sohn sein könnte, den sie damals nach der Geburt zur Adoption frei geben mußte und über dessen Verbleib sie nichts weiß. Gemeinsam mit ihrer Assistentin Chrissy und Detective Inpector Bill Wilson setzt Rhona alles daran, dieIdentität des Toten sowie die seines grausamen Mörders aufzudecken - und ihren eigenen Sohn nach all den Jahren ausfindig zu machen. Aber der Mörder hungert bereits nach einem neuen Opfer und schreckt nicht davor zurück, auch Rhonas Leben zu bedrohen, sollte sie ihm zu nahe kommen.....

Sophie dazu: Spannend zu lesen, allerdings erfolgt m.E. keine befriedigende Auflösung des Falles.

Der perfekte Dreh

Jeffrey Archer
*1940

Originaltitel: A Twist in the Tail

Es gibt den perfekten Mord, den perfekten Betrug, den perfekten Diebstahl - die zwölf Erzählungen Jeffrey Archers in diesem Band sind allesamt mysteriöse Kriminalfälle, die sich durch einen perfekten Dreh auszeichnen. Und jede Erzählung endet mit einer perfekten Überraschung. Es sind Geschichten von ordentlichen, gut situierten Menschen in gesicherten Verhältnissen, denen eigentlich niemand derart krumme Sachen zutrauen würde.

"Archer ist wahrscheinlich der beste Geschichtenerzähler unserer Zeit"
Mail on Sunday

Mittwoch, 24. Juni 2009

Mein ist die Stunde der Nacht

Mary Higgins Clark
*1927

Originaltitel: Nighttime is my Time

Raffinierter Psychothriller über eine mysteriöse Serie von Frauenmorden

Zwanzig Jahre nach dem Schulabschluss kehrt die renomierte Historikerin Jean Sheridan in ihre Heimatstadt zurück. Sie soll dort bei einem Klassentreffen gemeinsam mit sechs anderen aus ihrem Jahrgang geehrt werden. Doch will sich bei ihr keine Vorfreude einstellen: Gerade erst ist ihre Schulfreundin Alison im Swimmingpool ertrunken. Sie ist die fünfte der sieben Mitschülerinnen, die durch einen mysteriösen Unfall ums Leben gekommen ist. Jetzt leben nur noch zwei Freundinnen, Jean selbst und Laura. Im Laufe der Feierlichkeiten wird Jean Detective Sam Deegan vorgestellt, der hartnäckig in einem Jahrzehnte zurückliegenden Mord an einer jungen Frau ermittelt. Gibt es eine Verbindung zwischen diesem Fall und dem Schicksal der toten Schulkameradinnen?

"Ein süchtig machendes, unglaublich dichtes und spannendes Werk"
Bild am Sonntag

"Mary Higgins Clark - die international erfolgreichste Thrillerautorin"
Welt am Sonntag

Sophie dazu: Absolut dunkles und abgründiges Werk voller Spannung umgesetzt. Erfordert stellenweise gute Nerven.

Du entkommst mir nicht

Mary Higgins Clark
*1927

Originaltitel: On the Street Where You Live

Wenn die Idylle zum Albtraum wird...

Nach der Scheidung von ihrem Mann beschließt Emily Graham einen völligen Neubeginn zu wagen, fernab der Umgebung, in der sie alles an ihr früheres Leben erinnert. In dem friedlichen kleinen Badeort Spring Lake erwirbt die junge Strafverteidigerin das Haus, in dem einst ihre Urgroßmutter aufgewachsen war.
Doch die Idylle trügt. Bald muß Emily feststellen, das ihr Traum von einem unbeschwerten Neuanfang sich nicht erfüllen wird: Kurz nach ihrem Einzug wird bei Aushebungsarbeiten im Garten das Skelett einer jungen Frau gefunden. In deren Hand findet sich der Fingerknochen einer anderen Frau, an dem noch ein Ring steckt.....
Mit Hilfe der Polizei gelingt es, die Toten zwei Mordfällen zuzuordnen, die über 100 Jahre auseinander liegen - doch die Hintergründe bleiben unklar. Emily will die Wahrheit ans Licht bringen und tastet sich an lang gehütete Familiengeheimnisse heran. Damit wird sie jedoch zur Bedrohung für einen äußerst hinterhältigen und kaltblütigen Killer, der sie zu seinem nächten Opfer bstimmt......

Suche impotenten Mann fürs Leben

Gaby Hauptmann
*1957

Wer seinen Augen nicht traut, hat richtig gelesen: Carmen Legg meint wörtlich, was sie in ihrer Anzeige schreibt. Sie sucht den Traummann zum Kuscheln und Lieben - der (nicht nur) im Bett seine Hände da läßt, wo sie hingehören. Die Anzeige entpuppt sich als Knüller, und als sie schließlich in einem ihrer Bewerber tatsächlich den Mann ihres Lebens entdeckt, wünscht sie, das mit der Impotenz wäre wie mit einem Schnupfen, der von alleine vergeht.

Gaby Hauptmann ist das Kunststück gelungen, da Thema "Frau sucht Mann" von einer ganz neuen Seite aufzuziehen und daraus ein fetzige, frivole Frauenkommödie zu machen.

Sophie dazu: ..erstens kommt es anders, als man meistens zweitens denkt...

Die Purpurlinie

Wolfram Fleischhauer
*1961

Verbrechen, Kunst und Leidenschaft - Wolfram Fleischhauer enthüllt das Geheimnis eines Gemäldes

"Gabrielle d'Estrées und ihre Schwestern":
Generationen von Betrachtern hat dieses Anonyme Gemälde fasziniert, auf dem ein Dame mit spitzen Fingern die Brustknospe einer anderen umfasst. Liegt in der seltsamen Pose der Schönen eine verschlüsselte Botschaft?

Der Autor hat aus einer unheilvollen Entstehungsgeschichte jenes Portraits eine atemberaubenden, spannenden Kriminalroman gemacht. Im Anhang des Buches ist nachzulesen, wieviel Wahrheit hinter der Fiktion wirklich steckt.

Mondlaub


Tanja Kinkel
*1969

Spanien in den Wirren der Reconquista

Bedrängt von den christlichen Königreichen Spaniens und Portugals und zerissen von inneren Machtkämpfen, gehen 1492 siebenhundert Jahre Maurenherrschaft zu Ende. Auch für Layla, die Tochter des Emirs von Granada und seiner zweiten Frau, der Kastilierin Isabel de Solis. Layla, die schon als Kind den Giftstachel der Intrige zu spüren bekam und ide als Dona Lucia unfreiwillig am Hofe Isabellas und Ferdinands Zeugin des Untergangs ihrer geliebten Heimat wird.

"Ein spannend und makellos erzählter Roman"
BuchJournal

Dienstag, 23. Juni 2009

Die Frau mit den Regenhänden


Wolfram Fleischhauer
*1961

Die Vorbereitungen zur Weltausstellung im Frühjahr 1867 in Paris laufen auf Hochtouren. Da wird die Leiche eines acht Monate alten Jungen aus der Seine geborgen. Der Täter scheint schnell ausgemacht: Die Mutter soll ihr eigenes Kind umgebracht haben. Sie streitet die Tat ab und behauptet, ihren Sohn mit starkem Fieber ins Krankenhaus Lariboisière gebracht zu haben. Doch dort weiß niemand von dem Kind.
Der Pflichtverteidiger ist von der Schuld der Mutter überzeugt, bei seinen Nachforschune stößt er jedoch auf Umgereimtheiten. Plötzlich interessieren sich mächtige Regierungskreise für diesen scheinbar alltäglichen Fall. Entlastendes Material wird unterschlagen, Zeugen verschwinden. Vor dem Hintergrund der Weltausstellung im Zweiten Kaiserreich beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit......

Paris, im März 1992....
...welches Geheimnis umgibt jene junge Frau, die in einer Pariser Bibliothek einen vergessenen Fall aus dem 19. Jahrhundert erforscht? Bruno beobachtet Gaetane verstohlen, möchte sie kennenlernen, verliebt sich in sie. Zögerlich läßt sie ihn am ihrer Geschichte teilhaben.....

Eine abenteuerliche, historische Kriminalgeschichte und eine überaus dramatische und brisante Liebesgeschichte im brodelnden Paris unserer Tage.

"Worüber man nicht sprechen kann, davon muß man erzählen"
Wolfram Fleischhauer

Sophie dazu: Sehr spannend geschrieben, sowohl in der Gegenwart, als auch natürlich in den entsprechenden Rückblenden. Bis kurz vor Schluß ist allerdings nicht ganz klar, worum es eigentlich geht. Die Auflösung ist erschütternd, stellt sie doch eine gesellschaftliche Fehlleistung dar, die sich bis heute nicht geändert hat. Unbedingt lesen, allein schon aus moralischen Gründen.

Der Mann mit Fagott



Udo Jürgens
*1934

"Die Geschichte meiner Familie hat mich seit meiner Kindheit geprägt und mein Weltbild entscheidend mitbestimmt, die Suche nach ihren Spuren hat mit viele Jahre begleitet, die Idee zu diesem Buch trage ich schon beinahe mein ganzes Leben in mir herum"
Udo Jürgens-Bockelmann

Ein Roman wie ein Jahrhundertkonzert -
Familiensagsa und Zeitgeschichte in einem:
"Traurig und hellsichtig wie ein Schubert-Lied"
Franfurter Allgemeine Zeitung

Sophie dazu: Detailgenaue Darstellung einer Familienchronik, die sowohl lehrreich (Geschichte), als auch spannend umgesetzt wurde. Es wird die Entwickung der Familie über mehr als 100 Jahre beschrieben, in die die eigene Biographie geschickt eingebettet ist. Auf jeden Fall empfehlenswert, man muß kein Fan des Autors sein.

Edit 05.12.2011: Der Stoff wurde in zwei Teilen verfilmt und lief im Herbst 2011 bei der ARD. Sehenswert.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Freundesland

Rut Brandt
1920-2006

1942 flüchtet die norwegische Widerstandskämpferin vor der Gestapo nach Schweden, wo sie 1944 ihren späteren Mann, Willy Brandt, kennenlernt. Nach dem Krieg siedelt das Paar nach Deutschland über, zuerst nach Berlin, 1966 nach Bonn. Mit Wärme und Anteilnahme schildert Rut Brandt die bewegten Jahre als Frau des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und des Bonner Außenministers und Bundeskanzlers.

Sophie dazu: autobiographische Erzählung, unterhaltsam und auch ein historisches Dokument aus der Sicht einer Betroffenen.

Das Testament


John Grisham
*1955

Als Troy Phelan, 78-jähriger Exzentriker und zehntreichster Mann der USA, sein Testament verleist, sind sie alle zur Stelle: Phelans drei Ex-Frauen, ihr habgieriger Nachwuchs, eine Legion von Rechtsanwälten und einige Psychiater. Doch überraschend setzt er eine bis dato unbekannte Tochter als Alleinerbin ein und stürzt sich aus dem 13. Stock in den Tod.
Während in der Phelan-Familie die Schlacht um das Testament losbricht, macht ich der ehemalige Staranwalt Nate O'Riley auf die Suche nach der offiziellen Erbin, die als Missionarin im brasilianischen Regenwald arbeitet. Ein Reise, die sich als gefährliches Abenteuer mit ungewissem Ausgang entpuppt. - auch hier nochmal nachzulesen..

Sophie dazu: unterhaltsamer Thriller, der die menschlichen Abgründe haargenau nachzeichnet.....wenn's um die Kohle geht, hört wirklich jeder Anstand auf...lesenswert.

Dienstag, 26. Mai 2009

Das Indiz


John T. Lescroart
*1948

"Es war die Hand eines Menschen....Der Zeigefinger fehlte, und am kleinen Finger steckte ein meergrüner Jadering."
Selten, dass ein Hai obduziert wird und wohl noch seltener, dass ein solch schauerliches Indiz dabei ans Tageslicht kommt. Für Dismas Hardy, Bezirksstaatsanwalt in San Francisco, ist es der Auftakt zu einem spektakulären Fall. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, stellt sich als Vorsatz heraus - und zwar als eindeutiger Mord.
Ein Gerichtsdrama, in dem nichts so ist, wie man es schon kannte: DAS INDIZ.

"John T. Lescroart hält dem Vergleich mit Scott Turow locker stand und überragt John Grisham um Längen."
Library Journal

Sophie dazu: Spannend bis zum Schluss mit vielen Irrungen und Wirrungen, bis endlich der wahre Täter entlarvt ist.

Warten auf Antwort


Ein deutsches Schicksal

Margret Bechler
1914-2002

"Margret Bechler war die Frau des deutschen Majors Bernhard Bechler. In Stalingrad gefangen genommen schloß er sich dem Nationalkomitee Freies Deutschland an. Seine Frau, aufgefordert, sich deshalb scheiden zu lassen,hielt zu ihm und wude von den Nazis verfemt. Nach Kriegsende wirft man ihr vor, die Hinrichtung eines Untergrundkämpfers mitverschuldet zu haben. Zunächst in Händen der Amerikaner, dann den Russen übergeben, vermag ihr niemand zu helfen. Ihr Mann, inzwischen zurückgekehrt und General der Volksarmee, sagt sich von ihr los; die Kinder kommen zu ihm. Sie wandert durcj Zuchthäuser und Lager, wird zumToe verurteilt, erst 1956 begnadigt. Heute ist sie Lehrerin bei Hamburg.
Ihr Buch ist ein packendes und glaubwürdiges Dokument unserer Zeit, sachlich und ohne Hass geschrieben; man möchte ihm viele, vor allem junge Leser wünschen. Besser, als in einem Geschichtsbuch werden hier die Probleme und Verwirrungen offenbar, in die Menschen durch den Krieg und die Kreigsfolgen geraten können."
Buchparade Würzburg

Seit ich 1945 durch meine Verhaftung von meinen damals vier- und fünfjährigen Kindern getrennt wurde, suche ich nach ihnen. Ich habe sie bisher nicht wiederfinden könne, obgleich von vielen Seiten versucht worden ist, mir zu helfen. Alle Bemühungen, auch die der Bundesregierung, scheiterten an der starren Abwehrhaltung der anderen Seite - bisher, denn ich habe die Hoffnung nicht augegeben. Ganz ungeahnt habe ich durch die Veröffentlichung meiner Erlebnisse eine große menschliche Erleichterung erfahren, indem leibe Freund und Bekannte aus früheren Jahren wieder zu mir gefunden haben. Neue Bindungen sind dazugekommen. Besonders dankbar bin ich jenen, die mir sagen, dass sie durch das Buch etwas für ihr eigenes Leben gewonnen haben. Ich selber weiß inzwischen, wie viele sinnvolle und befriedigende Aufgaben das Leben für uns bereithält. Aber die Grundsehnsucht nach meinen Kindern wird immer in mir bleiben und nach Erfüllung suchen.
Margret Bechler zu Taschenbuchausgabe

Sophie dazu: ein erschütterndes Zeitdokument, welches mich stellenweise richtig wütend gemacht hat. M.B. schreibt flüssig und gut verständlich, streckenweise sehr emotional, aber es schadet nicht der Qualität des Buches. Wer sich für diese historische Thematik interessiert, soll es unbedingt lesen.

Samstag, 23. Mai 2009

Es muß nicht immer Kaviar sein


Johannes Mario Simmel
1924-2009

Die tolldreisten Abenteuer und auserlesenen Kochrezepte des Geheimagenten Thomas Lieven. Er hat zwei Schwächen, dieser Geheimagent wider Willen: die Frauen und das Kochen

Durch die Jahre des zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit, durch eine Zeit voll Haß und Fanatismus, Lüge und Verrat geht unbeirrbar und unbesiegbar ein Mann, im Herzen die philosophische Erkenntnis: Es muß nicht immer Kaviar sein.

Sophie dazu: meines Erachtens das Beste, was Simmel jemals geschrieben hat. Eine humorvolle Agentengeschichte mit einem Augenzwinkern erzählt...
Meine persönliche Empfehlung: am Besten liest man das Buch nicht abends so als Betthupferl, denn die 106 Rezepte lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen und evtl. doch noch mal zum Kühlschrank eilen....

..und Jimmy ging zum Regenbogen


Johannes Mario Simmel
1924-2009

In Wien vergiftet Valerie Steinfeld den argentinischen Forscher Raphaelo Aranda und nimmt sich selbst das Leben. Arandas Sohn Manuel soll von einem Geheimagenten getötet werden. Entschlossen, den Mord an seinem Vater aufzuklären, gerät er immer mehr in die Netze der Geheimdienste. Bei der Suche nach der Wahrheit begegnet Manuel einer jungen Frau, die er lieben lernt: Irene Waldegg. Auch sie umgibt ein Geheimnis.....

Sophie dazu: ein typischer Simmel, mit vielen Handlungssträngen, die aber irgendwie immer mit einander zu tun haben. Das Buch ist stellenweise etwas langatmig, aber trotzdem spannend. Es wird mit sehr vielen Rückblenden gearbeitet, stört aber nicht die Gesamthandlung.
Es spielt in Wien im Jahre 1969.

The Odessa File / Die Akte Odessa

Frederick Forsyth
*1938

The life and death hunt for a notorius Nazi criminal unfolds against a background of inernational arms deals. As the story leads to a final dramatic confrontation on a bleak winters's hill-top, the question every reader asked at the end of THE DAY OF THE JACKAL will invevitably be asked again: CAN THIS BE FICTION?

"Brilliant Entertainment and a disquieting book."
The Guardian

"A meticuloudly researched, highly suspenseful work of fiction."
Chicago Tribune

Sophie dazu: Das Buch läßt sich gut in dieser Fassung lesen. Ist authentischer, als die Übersetzung, da es ja auch in Englisch geschrieben wurde.
Aber egal, welche Version man wählt, die Story ist spannend bis zu letzten Seite.

Hier noch der deutsche Umschlagtext:
"Odessa" ist die Abkürzung für die Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen. In ihrem Schutz steht Eduard Roschmann - ein Mann, den es wirklich gibt. Roschmann hatte lange Zet als Tot gegolten. Durch Zufall stößt ein junger Reporter, Peter Miller aus Hamburg, auf seine Spur. Damit beginnt für Miller ein Abenteuer auf Leben und Tod. Auf der Jagd nach Roschmann, dem Mörder, gerät Miller in das Netz der Organisation "Odessa", deren Arme bis Ägypten und Südamerika reichen. Der Jäger wird zum Gejagten......

Donnerstag, 21. Mai 2009

Anweisung von ganz oben


David Maine

Die biblische Geschichte von Noah und dem Bau der Arche wird in Romanform neu und originell erzählt. Mit einem Augenzwinkern rollt der Autor die Handlung aus der Sicht der Familienmitgleider - Noahs Frau, seiner Söhne und Schwiegertöchter - auf und lenkt unser Augenmerk immerauf die praktische Seite der göttlichen Vorsehung. Ein Buch für alle Fans des des besonderen und skurrilen Humors.

"Ein elegantes, einfallsreiches Buch"
The New York Times

Sophie dazu: unbedingt lesen, witzig, kurzweilig und perfekt beobachtet.

Herzlich Willkommen..

..ein Ausschnitt aus meinem Bücherregal...

..zu Sophies Bibliothek.

Hier werde ich so nach und nach meine Bücher und auch Hörbücher vorstellen.

Mein Bücherschrank ist gut sortiert, vom Klassiker bis zum aktuellen historischen Roman.

Laßt Euch inspirieren

Viel Spaß beim Lesen

Sophie